Sterben – Übergang in die Ewigkeit
 
Sterben bringt Unsicherheit mit sich. In der Zeit des Übergangs gerät der Boden unter den Füßen ins Wanken. Rituale können hier zum Ausdruck bringen, wofür Worte fehlen.
 
In der christlichen Tradition gibt es seit vielen Jahrhunderten Rituale, die Menschen in schwierigen Situationen geholfen haben. Kleine Zeichen, die großes bewirken können. Man kann z.B. eine Kerze anzünden, eine Blume, ein Bild, einen persönlich bedeutsamen Gegenstand oder ein Kreuz beim Sterbenden aufstellen, ruhige Musik hören oder ein Duftöl verwenden. 
Je nach Situation können Erinnerungen ausgetauscht, Worte der Ermutigung oder auch der Vergebung gesprochen werden. Es kann angebracht sein, bekannte Lieder zu hören oder miteinander zu singen und natürlich vertraute Gebete zu sprechen. 
 
Für Menschen, die im katholischen Glauben verwurzelt sind, kann die Heilige Kommunion (Wegzehrung) und die Krankensalbung eine Kraftquelle sein. Beide Sakramente können nur einer sterbenden Person, nicht aber einem bereits verstorbenen Menschen gespendet werden. Bitte versuchen Sie deshalb rechtzeitig, einen Priester zu verständigen, wenn der Tod absehbar ist und das Sakrament der Krankensalbung gewünscht wird. 
 

Falls im Notfall niemand zu erreichen sein sollte, finden sich im Gotteslob Gebete und kleinere Andachten, die von den Angehörigen vor und nach dem Tod gebetet werden können, z.B. GL 18 und GL 608 „Im Angesicht des Todes“ oder GL 28 „Hausgebet für Verstorbene“. 
 
Was ist nach Eintreten des Todes zu tun? 
Zuerst muss ein Arzt, eine Ärztin verständigt werden, der/die den Totenschein ausstellt. Wenn der Tod in der Nacht eintritt reicht es, wenn dies erst am nächsten Morgen geschieht. Auch das Bestattungsinstitut kann jetzt informiert werden.
Verstorbene können in Baden-Württemberg für 36 Stunden zuhause aufgebahrt werden, Genaueres können Sie mit dem Bestatter vereinbaren. Dieser wird sich dann auch, wenn Sie es wünschen, mit dem zuständigen Pfarramt in Verbindung setzen, um einen Termin für die Beisetzung zu vereinbaren.
 
Es ist hilfreich, besondere Momente in der wichtigen Zeit zwischen Tod und Bestattung bewusst zu gestalten und zu erleben. Es ist eine Zeit des Loslassens und Abschiednehmens – und dies sollte ganz bewusst getan werden. Wichtig ist, den je eigenen Weg der Verabschiedung zu finden.